Ich habe jeden Tag ein wenig geschrieben und das ist dabei herausgekommen...
So. Nachdem das, was ich euch im letzten Blog-Eintrag geschildert habe, passiert ist, habe ich wirklich einen Tag lang darüber nachgedacht zu gehen. Als ich letzte Woche Sonntag kurz nach dem Überfall im Bett bei dieser fremden peruanischen Familie lag, habe ich echt gedacht: Jetzt reichts. Ich gehe. Peru, du kannst mich mal! Das, was hier abgeht, ist mir echt ganze eine Spur zu krass. Ich mach ja echt jeden Scheiß mit, aber wenn es um meine Gesundheit geht, reichts. Ja, liebes Auswärtiges Amt, dich lerne ich als Institution zu schätzen, du hattest mit allem Recht, blablabla. Amen. Der Sonntag nach dem Überfall war echt...unschön.
Die Woche danach - Should I Stay or Should I Go?
So. Nachdem das, was ich euch im letzten Blog-Eintrag geschildert habe, passiert ist, habe ich wirklich einen Tag lang darüber nachgedacht zu gehen. Als ich letzte Woche Sonntag kurz nach dem Überfall im Bett bei dieser fremden peruanischen Familie lag, habe ich echt gedacht: Jetzt reichts. Ich gehe. Peru, du kannst mich mal! Das, was hier abgeht, ist mir echt ganze eine Spur zu krass. Ich mach ja echt jeden Scheiß mit, aber wenn es um meine Gesundheit geht, reichts. Ja, liebes Auswärtiges Amt, dich lerne ich als Institution zu schätzen, du hattest mit allem Recht, blablabla. Amen. Der Sonntag nach dem Überfall war echt...unschön.
Die
nächsten Tage waren dann ebenfalls eher "unschön". Der Weg am Montag zur Arbeit war
schrecklich. Warum? Ich bin so dicht an Hauswänden langgelaufen, wie
ich nur konnte und ich hatte eine Scheiß-Angst vor allem, was darin
mündete, dass ich mich vor einer sinnlosen Kleinigkeit so erschrocken
habe, dass ich mich gleich am Montag beim Runterlaufen einer Straße noch
schööön auf die Fresse gelegt habe [Diese Straßenverhältnisse dulden
eben keine Unaufmerksamkeit]. Das hat dann das Fass noch zum Überlaufen
gebracht. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie sauer ich in diesem
Moment war, einfach weil mir noch eins meiner Körperteile mehr wehgetan
hat und weil mich diese ganze Situation und meine eigene Angst einfach
so sehr angekotzt hat! Ich bin aufgestanden und habe laut auf Deutsch
geflucht, irgendetwas wie "Oaaaar! Diese Scheiß Drecks Stadt mit ihren
Scheiß verfickten Straßen". Also was richtig Reflektiertes. Auch die
Tage danach waren - wenn ich allein unterwegs gewesen bin - recht unschön. Mir kam einfach nur
irgendein Typ hektisch entgegengerannt und ich hab schon nen halben
Herzinfarkt bekommen. Dicht an mir vorbeifahrende Fahrradfahrer -
Alarmstufe rot. Aber ganz ehrlich: Kann mir das jemand nach diesem
Wochenende ernsthaft verübeln, dass ich empfindlich reagiere?! Ich finde nicht... Mein Souvenir vom letzten Sonntag...
Was soll ich sagen...Ich habe nun wirklich alles getan, was ich konnte.
Es zumindest versucht. Ich habe meine ganzen Sachen zu Hause gelassen,
ich habe mir No-Name Turnschuhe gekauft, das einzige was ich an
Wertgegenständen mitgenommen habe waren meine alten ausgelatschten Vans,
die wahrscheinlich noch nicht mal jemand geschenkt haben würde und
meine Kamera, aber die ist für mich lebensnotwendig. Ich trage hier
keinen großartigen Schmuck, höchstens ein paar Ohrringe, das ich hier
gekauft habe.
Ich habe seitdem ich hier bin ein einziges verdammtes Mal eine kurze
Hose angehabt und das nur weil ich wusste, dass ich an diesem Tag in
Begleitung draußen bin [OBWOHL hier z.T. 30 Grad sind und ich sterben
könnte bei dieser Hitze hier]. Ich überlege hier 10 Mal, bevor ich meine
Kamera irgendwo mit hinnehme. Ich gehe ja nicht mal Geld holen, wenn
ich alleine bin, weil ich
nicht mit meiner VISA draußen rumlaufen möchte, nicht mal nur um die
Ecke. Ich bin nach 8 nicht mehr draußen rumgelaufen. Ich bin immer mehr
als
vorsichtig mit allem gewesen, eben weil ich immer wusste, dass ich mir
hier nicht in Europa befinde. So vorsichtig, dass alle anderen zu mir
gesagt haben, ich übertreibe. Ich habe wirklich versucht, alles richtig
zu machen. Also wenn mir hier nur noch ein Mensch in Bezug auf das, was
da passiert ist den
Spruch bringt "Ja, du musst eben besser aufpassen" dann raste ich aus.
Ernsthaft. [Ja genau, DIESEN Spruch habe ich mir anhören dürfen]. Wenn ich noch besser aufpassen sollte, müsste ich mich einschließen...und das ist unrealistisch :)
Ebenfalls auf meiner Hass-Liste ganz weit oben: Dass einige Menschen hier doch wirklich mit vollem
Ernst in diesem Fall das Argument bringen, in Europa und Deutschland
könne dir sowas doch ganz genau so passieren. Achja, na klar. Ich kenne
tausende, denen ich Deutschland sowas passiert ist. Wievielen Freunden
von mir ist das schon passiert, mein Gott, das ist ja nicht mal mehr
eine müde Wochenend-Anekdote wert. Äääähm, und lasst mich mal überlegen,
wieviele Menschen ich im Allgemeinen persönlich kenne oder kennengelernt habe, die
gekidnappt worden sind oder Opfer eines bewaffneten Raubüberfalls
waren.................ääääähm 0!??! Ich bin fast einen Monat hier und
habe schon reichlich Geschichten gehört, die Menschen selber, ihren
Freunden oder in ihrer Familie passiert sind. Keine Urban Legends, reale Sachen. Mann, Mann, Mann...diese Stories, die du dir hörst, die schockieren dich zum Teil so krass. Ich
meine: What the fuck? Da werden einem Ketten vom Hals und Ohrringe von den Ohren im
Vorbeigehen abgerissen, wenn sie nur wertvoll genug ausschauen. Da wird
telefonierenden Leuten aus dem Bus raus das Handy einfach aus der Hand
und vom Ohr weg
gestohlen, wenn das Fenster offen und gerade irgendein dubioser Dieb in
der Nähe ist. Und das sind noch die harmlosen Sachen. Mein Nebenanmitbewohner Raul wurde Opfer einer
Taxientführung, sie haben ihn mit Waffen bedroht, haben ihm gesagt, sie
werden ihn umbringen, weil er keine Wertgegenstände bei sich hatte [zugegebenermaßen: die Story ist jetzt echt nicht der Normalfall]. Es
gab außerhalb der Stadt eine Schießerei mit der Polizei und am Ende
hatte er Glück, dass seine Entführer dabei einen Unfall gebaut haben,
weil sie dann einfach geflüchtet sind und ihn zurückgelassen haben. Aber
was erzähl ich euch das alles, ihr als Europäer solltet solche
Geschichten ja zur Genüge kennen! Ich weiß nicht, ob
ich in Deutschland in einer Blase gelebt habe oder Chemnitz die
ungefährlichste Stadt Deutschlands ist (Wir haben die Zenti!!!), aber
sorry Leute: Dass es in Deutschland genauso zugeht, das ist völliger Blödsinn. In
Deutschland geh ich mehr als drei Ecken mit ner Kreditkarte in der
Tasche, in 80% von Deutschland ist die Wahrscheinlichkeit mitten auf der
Straße überfallen zu werden sicherlich mal um einiges geringer als in
Südamerika.
Ich
will Deutschland jetzt auch eigentlich gar nicht anpreisen, aber mir geht hier
diese Verharmlosung und Selbstrechtfertigungsnummer a lá "Huch! Na, also
das kann dir ja wirklich überall passieren" ziemlich auf den Sack. Es ist
ja ok, wenn die Leute das hier als ihren normalen Alltag akzeptiert haben und
damit irgendwie klarkommen, aber dann soll mir doch bitte niemand erzählen,
dass wär jetzt aber mal ein ganz außergewöhnlich dummer Zufall gewesen, dass
mir sowas passiert sei und hier wäre es auch nicht gefährlicher als irgendwo
anders. DAS REGT MICH AUF! [Da kommt gleich der Choleriker in mir durch...]
Was
mich gleich noch mehr auf die Palme gebracht hat, war letzte Woche das Gespräch
mit unserem aus Bolivien stammenden Trainee in Human Ressources, der mich zu
sich ins Zimmer zitiert hat, weil er er mit mir über den Vorfall reden wollte.
Aber selbstverständlich kann ich einen Bolivianer nicht mit sowas
"beeindrucken". Nein, ich solle doch einfach froh sein, dass es mir
gut geht [bin ich ja auch!!] und naja, hey wenn einem sowas zwei-/dreimal
passiert ist, geht man damit auch gelassener um [Achsooo..na dann] und er wurde
in La Paz auch schon mal überfallen und da mit einem Messer bedroht. Hier in
Arequipa wäre es nicht so gefährlich, weil da würde ja zumindest ohne Waffen
überfallen. Äääähm gut. Ich solle da mal ganz ruhig bleiben und mich nicht
aufregen. Schönes
Argument weiterhin seinerseits: In Quito, Ecuador, würden Leute schon für ein
schönes Paar Turnschuhe umgebracht. Arequipa sei dagegen wirklich safe. Na also
ernsthaft, was hab ich mich denn so. Ich bin aber auch wirklich hysterisch,
Mensch. ARGH!
Vom Bordstein zur Skyline
Ich
habe mich am Dienstag mit Victor getroffen [der Typ, der bei dem Überfall bei mir war] und ihm die Sachen seiner
Mum wiedergegeben. Er hat mir Schokolade geschenkt [die Schokolade hier in Arequipa ist himmlisch!], mich zum Essen eingeladen und sich noch zigmal entschuldigt.
Er meinte, er würde sich für das was passiert ist sein ganzes Leben
schuldig fühlen und falls ich jemals etwas brauchen würde oder einen
Wunsch hätte, dann soll ich mich nur an ihn wenden [meine Güte,
peruanische Männer neigen aber auch leicht zum Melodrama...].
Weiterhin
absurd wie ich finde: Wir waren nachts dann noch in einem privaten
Sportclub, wo du als Gutverdiener in Arequipa angemeldet sein musst.
Falls Victor vorgehabt hat, mich zu beeindrucken, dann hat er das
hiermit geschafft. Die
Wachmänner haben zu jeder Mitgliedsnummer ein Foto und kontrollieren
sogar dein Gesicht, bevor du da reinfahren darfst. Voll der VIP-Club. Da
gibt es einen richtig krassen Outdoor-Swimmingpool, über dem ein
riiiiiiiiesiger Flatscreen hängt. Angeblich beträgt alleine die
Anmeldegebühr 20.000 Dollar [WHAAAAAAAAAT?!] Wir wollen uns jetzt mal irgendwann zum Tennis
spielen treffen.. Soviel mal zum Thema
"Schere zwischen Arm und Reich" in Peru.
Und jetzt noch ein Tusch! Ich habe nämlich den Namen der Straße
herausgefunden, in der "es" passiert ist: Calle Moral. Moral..........?! MORAL??? Irgendjemand will mich doch hier verarschen...
Ich habe mich trotz meiner kurzen Bedenkzeit dazu entschlossen, zu bleiben. Zu meinen Gründen: Ich mag Arequipa, trotz allem was geschehen ist und hab mich hier seit kurzem - mal abgesehen von einigen Rahmenbedingungen - echt ganz wohlgefühlt. Ich glaube, dass ich es einfach zu sehr bereuen würde, jetzt zu gehen und ich hoffe, dass das einfach eine einmalige Sache gewesen ist und sowas nicht mehr passieren wird... Gegen Mitte der Woche ging es mir dann auch bedeutend besser, nachdem bis dato nicht viel mit mir anzufangen war....Bis mich dann sehr dunkle Nachrichten aus der Heimat erreicht haben. Scheiße, die Welt ist so verdammt ungerecht. Es geschehen Dinge, die zu schlimm sind, um sie zu begreifen und zu akzeptieren, zu grausam, zu surreal. Das einzige was bleibt, ist die Frage nach dem Warum, auf die es wahrscheinlich niemals eine Antwort geben wird. Auch wenn ich ganz weit weg bin, diese Woche war ich mit meinen Gedanken ziemlich oft in Deutschland.
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Gestern war ich mit Raul bei seiner Familie zu Besuch. Irgendwie schon absurd, aber ich dachte als Sonntagbeschäftigung wäre das definitiv besser als zu Hause sitzen und Nichtstun. Außerdem fand ich die Vorstellung, noch ein bisschen näher an die peruanische Lebenswirklichkeit ranzukommen ganz interessant. Seine Eltern wohnen irgendwo am Stadtrand von Arequipa [ich würde dort nie im Leben wieder hinfinden]. Von wegen gemütlicher Sonntagsspaziergang...Wir sind 1 Stunde dorthin gelaufen, am Rand von Schnellstraßen und oh mein Gott! Ich war während des Weges einfach mal am Ende. Alles auf dem Weg war so dreckig, dass mein zarter europäischer Organismus damit irgendwie ziemlich überfordert gewesen ist. Überall Müll am Straßenrand, die Trockenheit dieser Geröllwüste hier, die Hitze und dazu noch der Smog der Autos. Ich dachte wirklich mehrere Male, ich schaff das nich mehr, aber ich konnte ja auch schlecht stehenbleiben und ich glaube Raul hat sich bestimmt sowas gedacht wie "Ach, diese Deutschen...halten auch nix aus".
..mein Sonntagsspaziergang mit Raul: auf dem Weg ins Nirgendwo..
Ich habe mich einfach nur mit meiner Flasche Wasser in der Hand weitergeschleppt und habe zehn Kreuze gemacht, als wir dann endlich in dieser Siedlung angekommen sind!!!
Seine Eltern sind nicht arm, aber sagen wir mal sie leben - gemessen an deutschen Verhältnissen - recht einfach.
Gastfreundlich sind sie ja die Peruaner, seine Mutter hatte gekocht und dann stand auch schon ein Teller vor mir. Das Essen war auch an sich echt lecker :)
Es gab Reis mit Gemüse und frischem Koriander, dazu Hähnchen.
Allerdings, wie ich mit Erschrecken feststellte: Ein Huhn, das erst wenige Stunden zuvor von seiner Mutter geschlachtet
worden ist. Ich erinnerte mich in diesem Moment noch einmal an die Hinweise des Auswärtigen Amtes, fand es aber irgendwie unangemessen zu sagen "Ja, haben Sie denn beim Schlachten dieses Huhns auch alle Hygienerichtlinien eingehalten?! Sind sie sicher, dass dieses Huhn keine Krankheiten hat?! Hören Sie mal, ich komme aus Deutschland, ihr Huhn kann unter Umständen gefährlich für mich sein!". Gerade wenn du dann noch ein paar Fliegen durch die Küche fliegen siehst...und dich nochmal umschaust, wo du gerade bist und dir nochmal ganz klar wird, dass du dich gerade auf irgendeinem peruanischen Grundstück außerhalb Arequipas befindest, wo drei Ecken weiter die Straßenhunde auf den Bordsteinen verenden. Aber gut, dachte ich mir. "Ganz ruhig, Romy. Was solls, die Impfungen hab ich, den Rest wird mein Immunsystem schon irgendwie besorgen...". Werfen wir mal alle Vernunft und Spießertum über Bord und nähern uns diesem Stück peruanischen Kulturgut...
...da warens nur noch zwei... :(
Ganz ehrlich: Ich glaube, das war nun wirklich das frischeste Hühnchen, was
ich jemals gegessen habe, aber: Es hat mich dann doch schon einiges an
Überwindung gekostet, das zu essen. [Aber du kannst ja da auch nicht
ankommen, die schlachten extra ein Huhn und dann sagst du: "Ach nöööö,
danke..kein Bock"]. Allerdings merkte ich schon
währenddessen, dass ich echte Mühe hatte zu essen. Das lag nicht nur an meinem verqueren westlichen Verhältnis zum Töten und anschließenden Essen von Tieren, sondern es war für mich voll die Challenge einen halben Teller zu essen. Und jeder, der mich
kennt, weiß, dass ich eigentlich immer essen kann :) In diesem Moment habe ich mich schon selbst innerlich gefragt "Oha Romy...was ist denn da los....?!?". Aber ich dachte mir, das sei wohl die Hitze oder so. Doch dazu gleich mehr.
Where is my mind?!
Irgendwann am Abend war ich dann mit Raul noch ein Bierchen trinken in einer Bar am Plaza de Armas, von deren Terrasse du über die ganze Stadt schauen kannst. Der Sonnenuntergang war einfach traumhaft! Unfassbar!!!
..Die Kathedrale von Arequipa..
Raul fragte mich anschließend, ob wir noch ein wenig durch die Stadt laufen wollen, aber ich hab mich da schon irgendwie ganz und gar nicht gut gefühlt. Ich wollte auch nichts essen und nichts. Auf dem Weg nach Hause hab ich dann gedacht, vielleicht wäre es doch ganz gut irgendwas zu essen und wenn es nur irgendeine Gemüsesuppe vom Chinesen ist...und schon während wir da saßen, habe ich mich ziemlich schlapp gefühlt, aber gut. Dann kam diese Suppe - eigentlich echt lecker - und ich konnte kaum was davon essen, ich hab zehn Minuten gebraucht um mir fünf Löffel reinzuwürgen und dann konnte ich nicht mehr. Raul meinte ständig, ich soll jetzt endlich mal was essen, aber nix ging mehr. Ich saß dann plötzlich nur noch apathisch am Tisch rum. Ich habe nur noch gesagt "Ich will nach Hause"; mir ist schwarz vor Augen geworden und ich hatte einen Mega-Blackout. Da war nur noch das Nichts. Raul hat noch irgendwas gesagt, aber ich konnte nich mehr antworten, ich konnte nicht mehr reden, nichts mehr sehen, ich war wie raus aus der Welt. Ich war zu gar nichts mehr fähig. Ich dachte kurz: Jetzt geht es dem Ende zu. Das war außerdem wie ein Traumzustand...Ja, ich glaube so muss man sich fühlen wenn man eine Überdosis Irgendwas genommen hat. Anschließend habe ich mehrfach auf den Tisch gekotzt [OH - MEIN - GOTT JA, ich wünschte mir auch, die Geschichte wäre anders verlaufen...], an mehr kann ich mich nicht erinnern. Kotzen ist eine Sache, aber mitten in einem Asia-Restaurant voll auf den Tisch zu kotzen...- OHJE! Raul hat dann alles saubergemacht und mich ins Bad gebracht. Als ich ihn gefragt habe, ob er mir irgendwie Papier bringen kann und er mich kurz alleingelassen hat, wurde es dann noch mal richtig krass. Ich stand in diesem Bad und mir ist so schwindlig geworden, alles war dunkel, ich hab mich gefühlt wie in nem Tunnel, ich war zu schwach zu stehen, zu schwach mich irgendwo festzuhalten und dann bin ich zusammengebrochen. Ich habe so etwas noch niemals in meinem Leben erlebt. Einfach nur unheimlich!! Dann kam Raul schon an und hat mich vom Boden aufgesammelt, ich konnte kaum laufen und er musste mich stützen, als wär ich ne 90-Jährige. Ich habe nur noch gesagt "Bitte bring mich nach Hause". Dann sind wir gegangen [und ja: wir mussten um aus dem Laden rauszukommen an einigen Leuten vorbei - stellt euch einfach mal vor, wie sie mich angestarrt haben - es war soooooo peinlich! :[[[[ ]. Er hat mich dann nach Hause geschleppt und mir nen Tee gemacht. Ich
möchte mir gar nicht ausmalen, was passiert wäre, wenn ich zu diesem
Zeitpunkt hier ganz alleine auf der Straße rumgelaufen wäre...! Oh mein Gott, ich kann nicht sagen, wie dankbar ich bin, dass ich hier Raul habe..!! Er hat mir heute Wasser und Essen gebracht, war für mich in der Apotheke irgendeine Elektrolyt-Lösung kaufen, passt auf mich auf und ist bei allen Problemen [und irgendwie gab es davon in letzter Zeit recht viele...] für mich da. Und: Er hat mich seit gestern "Romy Chaos" getauft.....ich kommentiere das jetzt mal nicht.... :)
Zu meiner jetzigen körperlichen Verfassung: An sich geht es mir gut, aber nur solange ich liege oder sitze. Ich bin einfach zu schwach zum laufen. Ich habe heute versucht auf Arbeit zu gehen, wobei die Betonung auf "versucht" liegt. Auf der Hälfte meines Weges zur Arbeit konnte ich nicht mehr und stand gefühlt wieder kurz vorm Zusammenbruch. Ich musste mich dann erstmal 10 Minuten hinsetzen und hab auf Arbeit angerufen, dass ich heute nicht komme. Der Weg zurück zum Hostel war furchtbar, ich musste drei Pausen machen, weil es zu anstrengend für mich war, diese lächerlichen 10 Minuten zurückzulaufen. Keine Ahnung, was das ist, aber es gefällt mir nicht. An dem Huhn lags definitiv nicht, zu dem Zeitpunkt gings mir schon nicht so besonders. Hmm. Ich fühl mich einfach nur so schwach und mir wird bei der kleinsten Anstrengung schwindlig... :( Das ist nicht nur an sich eher ungünstig, sondern auch richtig beschissen, weil meine beiden Mitpraktikantinnen und ich uns exakt dieses WE Urlaub genommen, Karten für den Bus nach Cusco, Zug nach Aguas Calientes und Macchu Pichu geholt haben...und das wirklich arschteuer ist...ergo: bis Donnerstagnacht muss ich wieder auf den Beinen sein! Das einzig Positive, was ich der derzeitigen Situation abgewinnen kann: Ich denke grad gar nicht mehr über andere Sachen nach, sondern bin vorrangig an Schlafen und Ausruhen interessiert..ansonsten gehts mir aber gut, macht euch keine Sorgen :)
Adios und bis bald....!!
P.S. Fragezeichen der Woche - Mann mit H im Alpaka Style - WTF????? [gesehen in der peruanischen Pampa]
Adios und bis bald....!!
P.S. Fragezeichen der Woche - Mann mit H im Alpaka Style - WTF????? [gesehen in der peruanischen Pampa]






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