Donnerstag, 30. August 2012

...und tschüss!

Ach, das ist schon fein, so ein eigenes Tagebuch. Macht man ja eigentlich viel zu selten. Seine völlig bescheuerten Gedanken in die Welt hinausposaunen und so. Sie konservieren und sich nur ein paar Monate oder Jahre später fragen: WAS? Wie war ich denn da drauf?! Aber nicht, dass ich hier nur vollkommen eigennützig euch (und mir selbst) meine diversen geistigen Ergüsse mitteilen will. Ich möchte natürlich ebenso, dass ihr auf dem Laufenden bleibt und immer schön beruhigt seid, dass es mir gut geht. Und wenn schon nicht beruhigt, dann zumindest mehr oder minder entertaint, weil in meinem Leben ab und an verdammt seltsame Dinge geschehen, wie wir ja alle wissen. Und so startet hiermit wie versprochen mein ganz privater (Juhuu, ich darf fluchen!) und herrlich subjektiver (Der einzige, dem ich in irgendeiner Form gerecht werden muss, bin ich!) neuer Ich-bin-dann-mal-weg-Blog, diesmal mit dem Titel "¡Me voy a Perú!", bei dem ich mir gewissenhaft vornehme, ihn bis zum letzten Tag meines Aufenthalts zu hegen und zu pflegen. Wie es der Name des Blogs bereits verrät, geht es für mich nun für ein Weilchen Richtung Südamerika und ich schlage schon beim Gedanken daran innerlich Purzelbäume. Ach, Südamerika... Südamerika, Leute!!! S-Ü-D-A-M-E-R-I-K-A!!!!!!!!! Ich bin furchtbar aufgeregt und könnte mir die ganze Zeit ein Kissen ins Gesicht halten und hineinschreien:

PERUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUU!

Aber gut. Ok. Ich hol jetzt erstmal tief Luft und komm wieder runter. Denn auch wenn ich mich ja sonst durch meine, na nennen wir es mal "German Angst" auszeichne, weiß ich trotzdem, dass das einfach geil wird. Schon alleine, weil es mit Blick auf die letzten Monate einfach nur noch besser werden kann. Irgendwie war da nämlich alles nicht so einfach. Aber was soll auch dabei herauskommen, wenn man den Uni-Master-Stress mit einer mittelschweren Post-ERASMUS-Depression kombiniert?! :) Tjaaaa, und jetzt stehe ich also da und will mir nochmal ein Stück der Welt anschauen, bevor mich die unerträgliche Langweiligkeit des Alltagslebens in ihren Abgrund zieht, es so richtig ernst wird und ich vielleicht bei einem Schreibtischjob in der Bundesrepublik hinter Panoramaglas versauere, während das echte, bunte und aufregende Leben da draußen nur noch an mir vorbeizieht und die spannendste Frage, die sich in meinem Leben stellt, die ist, was es zum Abendbrot gibt. Nein liebe Routine, bleibt erstmal schön, wo du bist...so leicht kriegst du mich nicht! Da draußen gibt es doch noch so viel zu sehen!

Zeit zu gehen!

...Ich kann nicht mehr zählen, wie oft mich dieses Lied im letzten dreiviertel 
Jahr auf meinem MP3-Player begleitet hat...

Ob ich das jetzt gut oder schlecht finde, ist mir selber noch nicht ganz klar, aber: Es war Zeit zu gehen. Allerallerallerhöchste Zeit, eigentlich schon zu spät, 5 nach 12 sozusagen. Ich musste echt weg aus Chemnitz, rausrausrausraus. So im Großen und Ganzen war die letzte Zeit ein zutiefst anstrengendes (Über-)Leben irgendwo zwischen automatisierter Pflichterfüllung, emotionalen Achterbahnfahrten und der ständigen Suche nach der ganz großen Wahrheit [Danke liebe postmoderne Gesellschaft...]. Nicht selten hatte ich die letzten Monate das Gefühl, ich kann gar nicht mehr atmen, ich kann nicht mehr da rausgehen in diese Welt, ich halte es dort nicht mehr aus. Zuviel von allem irgendwie, und dann doch zu wenig von einigen anderen Dingen. Es war so gegen Ende 2011 mit einem Mal wirklich, als würde die Zeit einfach stehenbleiben und ich mit ihr, mal so ein lockeres dreiviertel Jährchen lang. Ein Leben gefangen in der Rekapitulation von Ereignissen und einer ziemlich anstrengenden Finde-den-Fehler-Suche gepaart mit akutem Fernweh. Fuck, keine Ahnung, was das war. Vielleicht waren es all die Sachen der letzten Zeit, vielleicht die inflationäre Anhäufung existenzieller Lebensfragen. Wenn du nicht mehr weißt, wie und wohin und mit wem und für wen da draußen du eigentlich überhaupt mehr bist, als ein Mensch, den man nach Bedarf wieder aus seinem Leben aussortieren kann...für wen du mehr bist als eine bloße Anekdote im Leben. Und immer diese bohrende Frage, wem du hier eigentlich überhaupt noch irgendetwas glauben kannst, wer zu dem steht, was er sagt, wer es ernst meint in diesen Zeiten, wo sich doch von einem Tag auf den anderen alles ändern kann. Loyalität ist offenbar zu oldschool für die 2010-er Jahre. Und das ist ziemlich schwierig für jemanden, der sein Glück und inneren Frieden eher in sozialen Beziehungen als Geld, Statusobjekten oder akademischen Titeln findet. Alles in allem einfach 2 much Enttäuschungen 4 me, sozusagen. Woran das lag? Keine Ahnung. An mir? An zu vielen dämlichen Menschen da draußen in dieser Welt? Wahrscheinlich war es eine Kombination aus beidem, wahrscheinlich ist das aber mittlerweile auch einfach scheißegal. Aber vielleicht gibt es da draußen Dinge, die dir für immer wehtun werden und du kannst nur hoffen, dass du irgendwann ein wenig besser damit leben kannst und sie dich nicht irgendwann auffressen. [Melodramatik off.] Fakt ist: Ich war einfach nur eine viel zu lange Zeit unfassbar unglücklich, habe viel zu viele schlaflose Nächte gehabt und ich habe gemerkt, nein...gemerkt nicht...also, das Leben hat mich geradezu angeschrien: Du musst dort weg, Romy! Auch wenn die letzten Wochen in Chemnitz dann doch einiges wieder wettgemacht haben...:) Aber sei es wie es sei und was auch immer gewesen ist: Lassen wir die ganze Melancholie und den alten Mist beiseite und freuen uns auf das, was kommt. Ich bin sicher, es wird gut werden!!!

Schlussstrich → -----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Umso mehr bin ich dankbar für all die lieben Menschen, die mich die letzten Monate begleitet haben und da gewesen sind, wo es einige andere nicht waren. Euch - und die vielen guten Momente - möchte ich natürlich auf gar keinen Fall vergessen! Es ist eine beschissene, abgedroschene Phrase, ja, aber man kann sie nicht oft genug wiederholen. Wahre Freunde sind kostbar, verdammt und ich bin froh, dass ich euch habe! Ich weiß das zu schätzen und ich danke euch...DANKE an alle, die es gut mit mir meinen, denen wirklich was an mir liegt und die mich geduldig ertragen :) Danke.
 
Ich war oft anstrengend. Ich weiß. Aber hey, mal ganz ehrlich: Was soll man denn schon von jemandem erwarten, dessen Sternzeichen Skorpion ist?! [Das erklärt nun WIRKLICH alles....!] 


Freiheit!

Anyway. Der große Sturm ist also vorbei, das Haus liegt in Scherben. Aber es wird so langsam. In diesem Sinne: Goodbye Lebenskrise, I´m ready for the good times. Desillusioniert und noch etwas angeschlagen, aber irgendwie mit verdammt viel Bock auf das Leben. Ich weiß zwar nicht mehr so ganz, was ich will. Ich weiß auch nicht mehr, mit wem und wie lange und wo ich in dieser großen weiten Welt überhaupt so recht hingehöre. Und ich hab verdammt nochmal nicht die leiseste Ahnung, ob ich irgendwann wieder so etwas finde, das sich anfühlt wie zu Hause sein. Ankommen. Dableiben. Etwas, das sich nicht anfühlt wie "Ich muss da weg!". Irgendwie weiß ich also so rein gar nichts mehr, aber darin liegt ja vielleicht auch ne Chance, mal ganz zweckoptimistisch gedacht. Ich darf nochmal ganz neu anfangen. [Edit: Die einzige Sache, deren ich mir wirklich vollkommen sicher bin, ist dass ich irgendwann einmal zwei Britisch-Kurzhaarkatzen haben werde, die ich auf die Namen Gin und Tonic taufe. Bin mir aber nicht sicher, inwieweit das als großer Lebensplan reicht...;)]. Und hey, also ich habe keine Ahnung, was Freiheit in meiner Generation eigentlich überhaupt noch bedeutet und vielleicht hab ich auch einfach nur zuviele Gauck-Reden gehört. Aber ich glaube, ich fühl das gerade. Freiheit. Das ist nämlich wirklich mehr als nur ein blödes, inhaltsloses Nerv-Wort. Freiheit ist auch nicht im Geringsten diese "Wie wird denn nur alles weitergehen?"-Unsicherheit, mit der sie viel zu oft verwechselt wird. Richtige Freiheit fühlt sich toll an. Freiheit fetzt :) Und Mann - Mann -  Mann...es war wirklich seltsam, als ich Chemnitz am Montagabend verlassen habe. Da war dieser unfassbar krasse Sonnenuntergang, als wollte mich die Stadt eines Besseren belehren und mir zurufen "Hah! Schau nur, was du hier verpasst!" [Karl-Marx-Stadt steht offenbar auf melodramatische Abgänge]. Und irgendwie war es an diesem Abend tatsächlich, als wäre der Himmel plötzlich viel blauer und die Felder viel grüner und ich hatte den Eindruck, dass in diesem Moment alles so viel schöner war, als ich es die ganzen letzten Monate wahrgenommen habe. Und dann...war da dieses Gefühl, was ich schon viel zu lange nicht mehr hatte. Freiheit. Ja, ich war irgendwie traurig zu gehen. Aber auf der anderen Seite war es auch wahnsinnig befreiend, endlich Chemnitz zu verlassen und zu wissen, dass ich nun was vollkommen Neues anfange. Mein Auto vollgepackt bis in den letzten Winkel mit dem ganzen Krempel aus meinem WG-Zimmer und die Gewissheit, dass es das jetzt verdammt nochmal gewesen ist. Vorbei. Over and out. Ein "Alles wird gut" im Kopf und die Vorfreude, auf das was kommt. Ja, irgendwie war das die vollkommene Freiheit. 

...... 

Peru - ich glaub, ich mag dich!

Aber kommen wir mal zum Kern der ganzen Sache hier: PERU!!! Ist das nicht total abgefahren!? Ich werde mich bald in einem Land befinden, durch das der Amazonas fließt [Als jemand, der als Kind unheimlich viele Naturdokus angeschaut hat und noch immer über die Wunder dieser Welt staunt, finde ich das umso krasser!] und in dem man angeblich mehr als "83% of the world's ecosystems or wildlife zones" finden kann [Das behaupten zumindest irgendwelche semi-professionellen Internetseiten, denen ich jetzt einfach mal vertraue]. Ich habe den Eindruck, dass Peru als Land mindestens genauso zwiespältig ist, wie ich es bin. Denn Peru weiß offenbar auch nicht so richtig, was es sein will. Hallo!? Schaff es mal, in nur einem einzigen Land Robben, Pinguine, Skorpione, Alligatoren, Jaguare und Papageien zu beheimaten. Wüste, Urwald und Gebirge. Einfach nur abgefahren! Na Gott sei Dank habe ich mein Fähnlein Fieselschweif Survival-Kit eingepackt und weiß im Notfall, wie man sich gegen Krokodile oder Jaguare wehrt. Aber mal ganz im Ernst: Was freu ich mich darauf, mich nochmal irgendwo komplett neu zurechtfinden zu müssen. Vollkommen planlos, fremd und im Ungewissen zu sein. Mich von den Eigenheiten einer komplett anderen Kultur überraschen zu lassen. Ganz allein sein. Auf mich selber angewiesen sein. Ohja, das brauch ich grade und das wird super!

Und falls ihr noch ein wenig Zeit und Bock habt, schaut euch doch mal an, was der (recht hübsche) Mann in dem You-Tube-Video so für schöne Bilder von Peru im Gepäck hat...äußerst schick der aktuelle Landes-PR-Spot. Außerdem sagt der so tolle Sachen. Wie "Was auch immer du brauchst, heute ist es in Peru". Ich möchte ihm so gern glauben.

...Lo que sea que necesites, hoy está en Perú...

Hallo rechtsfreier Raum -  hier bin ich!  

Irgendwie fallen mir grad auch noch mal so essentielle Dinge ein, die der hübsche Mann nicht erzählt. Peru liegt in einem Erdbebengebiet. Allein in Arequipa gibt es drei Vulkane und der Reisehinweis, "Fahrzeugentführungen und bewaffnete Raubüberfälle (z.B. auch auf Überlandbusse) sind keine Seltenheit" ist jetzt auch nicht sooo beruhigend. Warnungen vor 24-Stunden-Kidnappings durch Taxifahrer, Vergewaltigungen durch Taxifahrer, Überfälle durch Taxifahrer. Was zum Teufel ist denn eigentlich mit diesen verdammten Taxifahrern dort los!? Zumindest kann man kann den Peruanern nicht vorwerfen, dass es wirtschaftlich nicht vorangeht, denn seit kurzem haben sie angeblich Kolumbien als  größten Exporteur von Kokain abgelöst [Muss man ja auch erst mal schaffen...]. In Peru gibt es daher (natürlich) auch eine Drogenmafia, gewaltsame Demonstrationen und soziale Unruhen sind da beinahe keine Überraschung mehr. Ab und an Erdrutsche in der Regenzeit. An der Grenze zu Ecuador ist die Gegend vermint. "In den peruanischen Gewässern ist es wiederholt zu Piratenüberfällen gekommen". Ihr seht also, Peru ist eine todsichere Gegend, beinahe langweiliger als Großburgwedel. Oder...Chemnitz. Muahaha. Aber mal im Ernst - was gibt es in diesem Land eigentlich nicht?? Ich hätte nicht gedacht, dass mir der Bericht des Auswärtigen Amtes mehr Angst einjagen könnte, als die Teile SAW-I-VII zusammen. Naja...aber wer gibt auch schon was auf dieses blöde Auswärtige Amt? Tzzz. Menschen, die sich auf ihren gepolsterten Bürostühlen im Kreis drehen und sich dann und wann Gefahren ergooglen, um Angst und Schrecken zu verbreiten und kleine Touris wie mich das Fürchten lehren wollen. Elende Sadisten. Die haben doch wohl überhaupt keine Ahnung. Und selbst wenn Peru die gefährlichste Ecke dieser Welt wäre - irgendwie ist mir das alles grade so wahnsinnig scheißegal. Denn wenn das nächste halbe Jahr auch nur halb so aufregend wird, wie ich denke und mein Schutzengel ein bisschen mitspielt [Ey! Du da oben auf deiner Wolke! Stell gefälligst den Gin Tonic zur Seite, ich brauch dich jetzt!!!], dann glaube ich, wird das eine geile Erfahrung. Ich freu mich unfassbar sehr :) Und nichts brauch ich grad im Moment mehr als ein bisschen südamerikanische Lebensfreude [Nein, damit meine ich keinen Kokain-Konsum!], neue Eindrücke und ein wenig Weltentdecken...uuuuhja! :) Ich hoffe, dass ich euch ganz viel von diesem wundervollen Kontinent zu berichten habe. Denn bislang weiß ich von Südamerika nicht vielmehr, als dass es dort zu viele Drogen und zu wenig Gesetze gibt. [Naja, und atemberaubend schöne Landschaften :D]

Liebe Leute, und was soll ich sagen...ich bin top vorbereitet! Ich habe mir eine der wirklich hässlichsten Jacken dieser Welt gekauft (Darin würde ich mich nicht mal selber überfallen...), ich besitze eine Regenhose (Ja...es gibt ernsthaft Regenhosen!) und habe von Kohletabletten bis Indoor-Schlafsack alles im Gepäck. So wie es das halbe Jahr Erasmus in Spanien geschafft hat, aus mir eine ziemliche Tussi zu machen, so scheint es Peru jetzt zu schaffen, die "Outdoor-Romy" in mir zu erwecken. Ich hätte im Leben nicht geglaubt, dass ich jemals in der Camping-Abteilung eines Sportgeschäfts stehen könnte und mich an den nützlichen Eigenschaften diverser Utensilien so erfreuen würde. Dass ich mir die Frage "Ist es praktisch?" stelle. Dass wasserresistente Gegenstände sowie Desinfektionsmittel jemals eine derartige Anziehungskraft auf mich besitzen könnten (Ich wiederhole: Ich besitze eine Regenhose!?!). Und: What the fuck?! Ich habe mir einen Fleece-Pullover gekauft!?! Und Wanderschuhe!!! [Edit: Die Erfahrung, im letzten Jahr bei Stock und Stein in Sandalen über den Felsen von Gibraltar zu klettern, hat mich dann doch irgendwie geprägt.......] Stilmäßig gesehen von der Skyline zum Bordstein. Aber ich möchte ja auch keinen Schönheitswettbewerb gewinnen [Das ist eine Lüge! Doch, ich will!! :( ]. Die roten Kleider und die Hotpants lasse ich dementsprechend zurück und winke ihnen traurig zu. So Peru, jetzt musst du mir aber ganz schön was bieten, um das wieder gutzumachen! 

Die letzten Tage habe ich außerdem nochmal alles gegessen und getrunken, was ich wollte. Mir mit Massen an Eis und Schokolade den Bauch vollgeschlagen. The Altenburg Chocolate Massacre sozusagen. Etwas übertrieben, aber ziemlich geil. Es ist einfach nur ganz unglaublich, zu wissen: Das ist das letzte ordentliche Schwarzbier, das ich für ein halbes Jahr trinken werde. Das letzte dunkle Roggenbrötchen vom Lieblingsbäcker [Deutsches Brot - NEIIIIN!]. Der letzte frische Matjes vom Marktstand. Die letzte selbstgebackene Quarktorte meiner Oma. Und heute noch ein ganz dekadentes Sektfrühstück mit Kaviar und Räucherlachs. Das letzte großartige Dies, das letzte tolle Das. Alles, was ich kulinarisch auch nur halbwegs an Deutschland zu schätzen weiß, hab ich nun in meiner letzten Woche noch einmal exzessiv und en massé konsumiert. Essen und Trinken, als wäre es der letzte Tag in meinem Leben. Herrlich! Selbst wenn jetzt die Apokalypse vor der Tür stehen würde, ich würde ihr ganz gepflegt den Mittelfinger entgegenstrecken und ein leises "Pffff...I don´t care" in mich hineinmurmeln. Flugzeugabstürze, Krankheiten - pah, mir doch egal. Ich geh jetzt nach Peru und das Leben ist grad schön. SO.

To-Do-List:

□ mich nicht mit den Männern vom Zoll anlegen sowie im Allgemeinen einfach eine möglichst 
   unanstrengende, stressfreie und unkomplizierte Hin- und Rückreise verleben 
   (Anmerkung: Da es sich hierbei aber um MEIN Leben handelt, ist das fast ausgeschlossen 
   :D )
□ ein Alpaka-Baby auf mich prägen und zu meinem persönlichen Weggefährten machen
□ den Peruanern zeigen, dass Meerschweinchen ungegrillt doch eigentlich viel schöner 
   aussehen
□ mein Spanisch weiter verbessern und endlich verstehen, was es mit diesem verdammten  
   Subjuntivo auf sich hat
□ mich nicht von Taxi-Fahrern entführen und ausrauben lassen
□ mir Machu Picchu anschauen (am besten gleich sofort!!!)
□ mich bei den ortsansässigen Drogenhändlern erkundigen, ob das Geschäft mit Koks mehr 
   abwirft, als ein langweiliger 8-Stunden Bürojob in Deutschland und ob dafür denn wirklich 
   ein Master of Arts notwendig gewesen wäre
□ Peruaner finden, die größer sind als ich :)
□ mich bis zum letzten dagegen wehren, mir unfreiwillig die Haare braun zu färben! 
□ mich nicht mit tödlichen Krankheiten anstecken (und falls doch, diese einfach arschcool 
   überleben...) 
 □ Räuber, Vergewaltiger, Kidnapper, Piraten sowie sonstige Endgegner im "Romy reist nach 
    Peru"-Spiel meiden

So. Ich habe keine Ahnung, ob es irgendjemand von euch geschafft hat, bis zu dieser Stelle zu lesen oder ob ihr bereits über dem Laptop eingeschlafen seid und beschlossen habt, diesen verdammten Blog mit seinen ellenlangen Einträgen nie wieder zu besuchen. Aber nun schmeiße ich erst mal ganz gepflegt ein "Vamos a ver...!" in die Runde...Schauen wir also mal, was passiert. Ähm. Beziehungsweise schauen wir am besten erstmal, ob ich diesen elendig langen Flug auf die Reihe bekomme und sehen dann weiter. Arequipa, nimm dich in Acht, hier kommt Romy :)

UAAAAAAAH! ICH BIN SO AUFGEREGT! Adios Amigos, wir hören voneinander...bitte vergesst mich nicht! :)  
Ein ♥ für euch!


P.S. Für alle eventuell auftretenden Fälle und Notfälle sollte ich aber wohl am besten noch etwas an meiner Mimik arbeiten, um es dann damit versuchen zu können...




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